Cultural Due Diligence & Post Merger Integration
Wir entschlüsseln kulturelle Codes, bevor sie zum Risiko werden

Autor: Michaela Homolka

  • M&A Erfolgsfaktor: Cultural Due Diligence

    Mehr als 50 % der Mergers scheitern. 70% der M&A-Verantwortlichen schreiben im Nachhinein die Gründe für das Scheitern reflexartig den divergierenden Unternehmenskulturen zu. (vgl.: PWC-Studie zu M&A-Trends und Cultural Due Diligence).

    Wer eine Transformation schlecht plant, schlecht kommuniziert, schlecht organisiert und zum falschen Zeitpunkt mit den falschen Partnern in Angriff nimmt, gibt das im Nachhinein nicht gerne zu. In solchen Fällen sind wolkige und esoterische Rechtfertigungen, die sich auf das Betriebsklima, die Kultur und die weichen Werte beziehen nützlich um die harten Fakten und Ursachen für das Scheitern weich zu zeichnen. 

    Tatsächlich erhöht eine rechtzeitig und konsequent durchgeführte Kulturanalyse die Chancen für das Gelingen einer Transformation wesentlich. Wenn die Kulturthematik bereits von Anfang an, d.h. bei der Ausarbeitung der Aquisestrategie und dem Screening der möglichen Targets berücksichtigt wird, ist das ein Signal für verantwortliche Führung und sorgfältige Prozesssteuerung.

    Aus dieser Perspektive macht ein möglichst früh ins Spiel kommender, ganzheitlicher Cultural Due Diligence-Ansatz Sinn. Die Vorteile liegen auf der Hand: beschleunigtes Verfahren, verbesserte Kommunikation, Konfliktprävention, Schutz vor Vertrauensverlust bei Shareholdern und Stakeholdern.

  • Wertewissen für M&A-Entscheiderinnen und -Entscheider

    Um das transformative Potenzial von Werten für die Praxis von Entscheiderinnen und Entscheidern zu erschließen, macht es Sinn das gewohnte Wertebewusstsein auf ein neues Niveau heben.
    Die Lösung von Widersprüchen und Konflikten bildet den Dreh- und Angelpunkt für gezielte Transformation. Kaum jemand nutzt sie systematisch. Und das, obwohl es, auf Dauer, in der Steuerung von M&A-Prozessen brandgefährlich ist, sie unter den Teppich zu kehren.

    Widersprüche nutzen? Wie soll das gehen?

    Widersprüche, bzw. dialektische Denkmuster dienen seit den Anfängen der westlichen Kultur dazu Veränderungen und Konflikte abzubilden. Das Verhältnis, in dem Widersprüche im System der Werte miteinander stehen, ergibt einen spezifischen kulturellen Code. Das gilt für jede Firma. Kaum ein CEO kennt ihn.

    Wertewissen - der Schlüssel zum Erfolg

    Wertewissen – der Schlüssel zum Erfolg

    Wer den Wertecode seiner Firma kennt und beherrscht, kann bewusst mit ihm arbeiten. Er bietet die Möglichkeit die innere Logik einer Organisation zu entfalten und sie für substanzielle Veränderungen zu nutzen.

    Philosophisch gesagt ist die Verfassung der Werte dialektisch. Sie bildet ein spezifisches System von Widersprüchen. Das prädestiniert sie dazu in der Praxis die beiden großen business cases jedes Unternehmens abzubilden: Konflikte und Veränderungen.

    Der konstruktive Umgang mit Wertekonflikten erschließt das transformative Potenzial, das die Welt der Werte für unsere Praxis bereithält. Nietzsche, der Vordenker und Poet, vermittelt mit seinem Megaprojekt der Umwertung der Werte erst eine Ahnung von der existenziellen Tragweite unserer Beziehung zu den Werten.