Unternehmenskultur ist ein wesentlicher Bestandteil der Differenz mit der sich ein Unternehmen zur Umwelt und zur Konkurrenz hin abgrenzt und mit der das Unternehmen gleichzeitig kommuniziert. Nach innen übersetzen die arbeitsteilig organisierten Teams die Gesamt-Kultur des Unternehmens in Subkulturen.

Die Vorteile dieses formalen Definitionsansatzes, der sich auf Differenz stützt:

1. Er ist ganzheitlich und hat keine blinden Flecken.
2. Er vermeidet Schönrederei und betont das kommunikative Moment von Kultur.
3. Er versteht Kultur als genuin ökonomisch, weil er nicht nur Anknüpfungspunkte zur Change und Diversity bietet, sondern auch zur Corporate Identity, zum Branding und zur USP. Über den Prozess der Ausdifferenzierung der Subkulturen reicht er zudem tief in die Struktur der Organisation hinein.

Damit ist es eine Definition die ein konzeptuelles und zugleich praktisches Arbeiten mit kulturellen Faktoren begünstigt. Kulturelle Überzeugungen sind dabei nicht statisch und nicht dem Tabu der Unantastbarkeit unterworfen. Sie können Gegenstand der eingehenden Analyse, der objektiven Bewertung und der gezielten Veränderung sein. Außerdem korrespondieren sie eng mit den Zielen einer Firma und damit wie und mit welchen Mitteln diese Ziele zu kommunizieren und zu erreichen sind.
Übrigens sehe ich die Definition als Definitionsvorschlag, der hiermit zur Debatte steht. Ich freue mich über Ihren Kommentar!